Laut einer Umfrage von Smart Insights sahen fast ein Drittel der Befragten das Thema als den wichtigsten Trend der letzten Jahre an. Die Gründe sind relativ schnell erklärt: Viele Experten betrachten Content-Marketing als die optimale Schnittstelle zwischen SEO und Social Media, denn hochwertige Inhalte sorgen für eine maximale Sichtbarkeit in den Suchmaschinen und bringen Interessierte dazu, sie in den sozialen Netzwerken an Freunde und Follower empfehlen.

Infografiken

Infografiken sind im Netz zu einem wichtigen Werkzeug für Marketingfachleute geworden. Während es vor einigen Jahren noch einen ausgebildeten Grafiker für schicke Exemplare brauchte, gibt es heute genügend Tools, mit denen auch Laien Infografiken völlig kostenlos entwickeln können – siehe Visua.ly. Doch bei der Inhaltsform gibt es einiges zu beachten: Zum einen sollten sie sehr gut recherchiert sein und zum anderen verlieren lieblos hergestellte und unübersichtliche Infografiken ihr virales Potenzial. Infografiken, die wenig relevantes oder vielleicht sogar falsches Wissen beinhalten und schlecht gestaltet sind, werden mit Sicherheit unter dem Radar schwirren.

Videos

In einem Video könnt ihr grundsätzlich viele verschiedene Dinge thematisieren, zum Beispiel ein Mitarbeiterinterview, eine Produktbeschreibung oder ein Unternehmensportrait abbilden. Den Möglichkeiten sind hier kaum Grenzen gesetzt. Allerdings benötigt ihr für bestimmte Videos tiefergehende Kenntnisse und vor allem auch eine hochwertige Technik – etwa, wenn ihr eine Animation produzieren wollt. Natürlich könnt ihr auch kleine, regelmäßige Formate anhand eines Smartphone-Videos erstellen – beispielsweise ein One-Shot-Interview mit einem Experten.

Podcasts

Podcasts eigenen sich vor allem, um Interviews mit Experten aufzuzeichnen oder als ständiges Format, mit dessen Hilfe man beispielsweise Branchen-Nachrichten diskutiert. Stellt euch das einfach vor wie eine kleine Radiosendung. Um qualitativ hochwertige Mitschnitte aufzuzeichnen ist auf jeden Fall ein Mindestmaß an Wissen und ein bestimmter technischer Standard notwendig – im Grunde wie beim Videoformat. Vorteilhaft ist, dass ihr – sofern ihr etwas eingeübt seid – ein Podcast ziemlich zügig aufnehmen könnt, und dass ihr ganz neue Zielgruppen erreicht, die beispielsweise weniger Blogs lesen und Videoinhalte konsumieren. Es ist sicher lohnenswert, mit dem Format zu experimentieren.

Anleitungen

Anleitungen sind ebenfalls extrem erfolgreich im Netz. Hier gilt es jedoch, in der Art der Qualität zu unterscheiden. Es gibt kurze, knackige Anleitungen à la „In 5 Schritten zur Social-Media-Strategie“, die in der Regel einen übergeordneten Blick auf ein Thema liefern und als Blogpost häufig in sozialen Netzwerken geteilt werden. Es gibt jedoch auch ausführliche Whitepaper, die den Aufbau und die Anforderungen einer Social-Media-Strategie unter konzeptionellen Aspekten detailliert beleuchten. Der Aufwand ist natürlich ungleich höher. Dafür könnt ihr eure Anleitungen der letzteren Kategorie auch gut und gerne einmal gegen eine E-Mail-Adresse zum Download anbieten.

Listen

Listicles hatten jahrelang einen schlechten Ruf unter Medienschaffenden – dabei ist das Format wie gemacht für das Internet. Zum einen gibt es kaum eine Möglichkeit, geballtes Wissen übersichtlicher zu kategorisieren oder zu priorisieren, als in einer Liste. Zum anderen könnt ihr hier mittels Hyperlink andere Inhalte im Netz hervorragend sammeln. Beiträge wie „7 kostenlose E-Books: Alles für den angehenden Digitalen Nomaden“ können für Interessierte einen echten Service darstellen – und euch nicht zuletzt das Image eines gut informierten Kurators verleihen.

Im Übrigen funktionieren Listicles im Social Web so gut wie kaum ein anderes Format und der Aufwand ist vergleichsweise gering.

Studien

Eine Studie anzulegen ist sehr aufwendig, oder – falls man sie nicht selber anfertigt – vergleichsweise teuer. Der Nutzen kann aber enorm sein. Breit angelegte und erkenntnisreiche Studien haben großes Potenzial, von Fachzeitschriften aufgegriffen oder vorgestellt zu werden. Vor allem die Online-Marketing-Branche nimmt Studienergebnisse oft mit Handkuss auf, weil sie große Aussagekraft für zukünftige Strategien haben könnten.

Rezensionen

Rezensionen haben gleich mehrere Vorteile: Zum einen sind sie hilfreich für den Rezipienten, um sich über etwas zu informieren. Zum anderen sind sie in der Regel nicht besonders aufwendig – von dem Zeitfaktor vielleicht abgesehen (je nachdem). Vor allem aber sind Rezensionen universell einsetzbar, sei es, um ein Buch, einen Film, eine Studie, eine Software, eine Hardware oder eine Kampagne zu besprechen. Das englischsprachige Ausland spricht auch gerne von einem Review. Rezensionen können eine Kaufempfehlung darstellen oder ins Gegenteil umschwenken – der jeweils Interessierte wird sie mit Handkuss annehmen. Wer da angstfrei ist, kann sie natürlich auch mit einem Affiliate-Link versehen, das schadet allerdings häufig der Glaubhaftigkeit.

E-Books

E-Books sind extrem aufwendig, können aber je nach Thema für gehörige Aufmerksamkeit sorgen – vor allem, wenn sie nutzwertig sind. Nicht nur Unternehmen, sondern auch Freiberufler haben das erkannt. Dabei sind vor allem Handbücher sehr begehrt, die beispielsweise ein Thema von vorne bis hinten durchleuchten: Studienergebnisse und Marketingmethoden vorstellen sowie Anleitungen und Expertenstimmen thematisieren gehört dazu.

Zum einen ist das ein schöner Marketing-Stunt, zum anderen könnt ihr solche Bände auch gut und gerne verkaufen oder eben gegen eine E-Mail-Adresse zum Download anbieten.

Interviews

Interviews könnt ihr – wie bereits erwähnt – in sämtlichen Formaten ausspielen, im Video, Podcast oder in einem E-Book beispielsweise. Und dass eure individuellen Zielgruppen auch sehr gerne Expertenstimmen lauschen, haben wir ebenfalls schon thematisiert. Ein ganz anderer Aspekt, der das Interview-Format so lohnenswert macht, ist der Umstand, dass es sich hervorragend zum Influencer-Marketing eignet. Ein Interview hilft, um mit den Meinungsmachern in Kontakt zu kommen und ihnen eine Bühne zu geben, auf der sie sich zu ihren Themen äußern können. Der Experte wird anschließend mit großer Sicherheit auch das Interview – in welcher Form ihr es auch immer konzipiert – mit seinen Followern teilen und eurer Marke somit Aufmerksamkeit verschaffen.

Der zeitliche Aufwand für ein Interview kann je nach Umstand variieren. Zum einen sollte ein Interview gut vorbereitet sein – ihr solltet genau wissen, worüber ihr sprechen wollt. Zum anderen hängt die Nachbearbeitung auch sehr von euren Zielen ab – beispielsweise wenn ihr das Interview von Audio in Text transkribieren wollt.

Meme

Um dem Beitrag eine maximale Aufmerksamkeit zu sichern, haben wir ein Meme, das die häufig kursierenden und unwirksamen AGB-Widerspruchsgrafiken auf die Schippe nimmt, zur Distribution unseres Artikels genutzt. Wir haben das Meme gepostet und darüber einen Beschreibungstext eingefügt, der auf unseren Beitrag hinweist. Der virale Faktor des Memes hat auch den nutzwertigen Artikel beflügelt.

Gastartikel

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